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Geburtstagsfeier zum 150jährigen Vereinsbestehen

15.09.2026
Geschichtsvortrag mit Fürstin Eleonore (Elke Appel) und den Ober Seemer Sonntagsbläsern
Lupe

Mit einem großen Jubiläumsfest feierten die Mitglieder des Schützenvereins Gedern in der Alten Turnhalle den 150. Geburtstag ihres Vereins. Zahlreiche Gäste und Ehrengäste ehrten den Verein durch ihre Präsenz und würdigten damit die Leistungen in der langen Vereinsgeschichte. Als besonderes Zeichen der Anerkennung verlieh die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler (CDU) die selten vergebene Sportplakette des Bundespräsidenten an Schützenmeisterin Isabel Oberheim. Weckler erklärte die Feier zu einem einzigartigen Ereignis für Gedern und die Region. Der Jubiläumsverein stehe nicht nur für sportliche Leistungen und Tradition, sondern auch für Gemeinschaft und das Zusammenbringen von Menschen.

Zuvor hatte die Schützenmeisterin neben dem 92-jährigen Ehrenbezirksschützenmeister Horst Bonrad und der Gederner Ehrenschützenmeisterin Brigitte Denner-Gerlach auch Abordnungen der Schützenvereine aus Büdingen, Schotten, Nidda, Ortenberg, Düdelsheim, Rainrod und Nieder-Mockstadt, sowie zahlreiche Gederner Vereinsvertreter begrüßen können. Sie dankte herzlich dem Helferteam vom Angelsportverein Gedern für die Bewirtung, sowie den Seementaler Musikanten für die musikalische Begleitung. Danach zogen Fahnenträger Bernd Gerlach mit der Vereinsfahne, der Jubiläumsverein, die Jagdhornbläser „Ober-Seemer Sonntagsbläser“ und „Fürstin Eleonore“, alias Elke Appel, mit ihrem Kammerdiener Wilfried Appel auf die Bühne. In historischem Gewand lud die Fürstin die Gäste ein auf einen fesselnden Streifzug durch die bewegte Vereinsgeschichte der letzten 150 Jahre.

Bürgermeister Guido Kempel (parteilos) hatte die Schirmherrschaft für diesen besonderen Tag übernommen, der unter dem Motto „150 Jahre Leistungssport und Tradition“ stand. „Ein Verein, der eineinhalb Jahrhunderte überdauert, ist mehr als nur eine bloße Organisation, er ist ein Stück Heimat“, sagte Kempel. Und weiter: „Euer Verein steht heute längst nicht mehr nur für den Schießsport oder Tradition. Eure Tradition lebt davon, dass man nicht die Asche bewahrt, sondern dass man das Feuer weiterträgt. Genau das ist eurem Verein 150 Jahre gelungen. Mein Dank gilt allen, die diesen Weg möglich gemacht haben. Ihr und euer aller Engagement vierdient unseren höchsten Respekt und unsere Anerkennung.“

Hans-Heinrich von Schönfels, der Präsident des 1,35 Millionen Mitglieder umfassenden Deutschen Schützenbundes, erinnerte ebenfalls an wichtige Stationen in der langen Vereinsgeschichte. „All diese Aktivitäten prägen das soziale und kulturelle Gemeinschaftsleben. Deshalb ist das Schützenwesen und damit auch die Aktivitäten und das Vereinsleben des Schützenvereins Gedern in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. Vizepräsident Uwe Steuber überbrachte neben den Grüßen des Landessportbundes Hessen auch die Glückwünsche des Sportkreises Wetterau, bevor die Präsidentin des Hessischen Schützenverbandes, Tanja Frank, das Jubiläum durch die Überreichung einer Ehrentafel würdigte. Nachdem Christian Schäfer, der stellvertretende Bezirksschützenmeister die Grüße vom Bezirk 29 Büdingen überbracht hatte, läutete Ortsvorsteherin Barbara Gundlach den langen Reigen der Vereinsabordnungen ein, die meist ein „Flachgeschenk“ mitgebracht hatten. Der Begriff tauchte für ein Geldgeschenk auf und wurde gerne weitergenutzt.

Als Höhepunkt der Feierlichkeiten läutete die Schützenmeisterin Oberheim die Siegerehrung des Stadtpokalschießens zusammen mit dem Bürgermeister ein. Das Schießen hatte eine Woche vorher stattgefunden und die Ergebnisse waren bis dahin geheim. Der Niddaer Schütze Dirk Borkenhagen hatte 92 Ringe, darunter vier Zehner, geschossen und kann sich nun ein Jahr lang über den mächtigen Gederner Stadtpokal freuen. Isabel Oberheim selber war sein stärkster Widersacher und hatte ebenfalls 92 Ringe, aber nur drei Zehner geschossen. Platz drei ging an Ralf Löffler mit 89 Ringen. Auch beim Stadtkönigsschießen waren die Niddaer am erfolgreichsten und stellten mit Jan-Luca Borkenhagen den König, sowie mit Uwe Hild den Ersten Ritter. Kyrylo Makukha komplettierte die Königsfamilie als Zweiter Ritter. Für einen stimmungsvollen Ausklang sorgten die beien Borkenhagens anschließend mit einer Spende von 30 Litern Freibier. Bericht Erich Engel 

 

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